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Die letzten Momente eines Hundes, der mehr als nur das Paradies verdient hätte ..

Ich widme diesen Eintrag meines kürzlich verstorbenen Hundes "Tommy", der mich immer wieder aufgebaut hat, wenns mir schlecht ging. So viele Erlebnisse hatte ich mit ihm, meine Hunde sind mir so wichtig, als alles andere auf dieser Welt. Hier die letzten Tage, die letzten Stunden und Minuten, die letzten Sekunden und Momente eines Hundes, den es nie mehr wieder geben wird.

 

Es war ein Samstag, genauer zu sein der 20.02.2010. Dieser Tag gongte die letzten Tage eines überirdisch tollen Hundes ein. Dies sollte das letzte Wochenende sein, das letzte Wochenende mit ihm. 

Ich bemerkte, dass er ständig am zittern war. Es war ein Zittern, was hätte alles sein können, es war ein kalter Tag, vllt. hatte es was damit zu tun, dachte ich .. aber das Hunde vor kälte zittern, das war mir neu. Also glaubte ich sei Angst, das hatte er öfters gehabt, ich versuchte ihn zu beruhigen, doch es half nichts. Den ganzen Tag lang zitterte er vor sich hin, Angst konnte es auch nicht sein, doch ich hab dem Zittern keine beachtung geschenkt, ich wartete ab bis zum nächsten Morgen ..

 

Sonntag, 21.02.2010 (noch 2 Tage)

 Es weckte mich die neugier, war es heute besser ? .. NEIN!, es war dasselbe starke zittern, wie gestern. Eine Diagnose fiel mir aber nicht auf, er wurde immer schwächer, er trabte sich zur Wasserschüssel, zum Futternapf und auf der Wiese. Ich weiß bis heute nicht, wie mir das entgangen ist. Ich mache mir vorwürfe deswegen, hätte ich das bemerkt, hätte ich ihn vllt. retten können.

Ich beschloss am morgigen Tag zum Tierarzt zu gehen.

 

Montag, 22.02.2010, 17:00 Uhr (der letzte Tag)

Ich werde nie vergessen, wie er an diesem Tag gelitten hatte. Seine Kraft war völlig weg, er hustete, er kauerte an ein und derselben Stelle, und wenn er sich dann doch nochmal weggeschleppt hatte, hustete er so stark, dass das ganze Haus verstummte.

Es war ein grauer bewölkter Tag, ein gefundenes Fressen für das Schicksal, ich glaubte an graue Pechtage .. 

Während Tommy geröntgt wurde, vertrieb ich meine Zeit im Wartezimmer, ich blieb jedoch optimistisch, ich ahnte nichts schlimmes, alles war okay.

Doch was dann kam, rührte mir das Herz. Mein kleiner schwacher Held, schwänzelte als die Ärzte ihn nachuntersuchten. Er nahm all seine Kraft zusammen, um zu schwänzeln, er kämpfte, jaa er kämpfte ..

Der Arzt stellte seine Diagnose per Röntgenaufnahmen dar. Seine Worte klingeln mir noch immer in meinem Ohr. "Sein Herz ist sehr gross, dadurch drückt er die Lungen ein, daher bekommt er so schlecht Luft und hustet." "Das liegt daran das eine Herzklappe nicht mehr funktioniert und dadurch das Herz sich mehr anstrengen muss, dass Blut durch den Körper zu pumpen." .. Ja wahrlich, er hatte ein großes Herz für jeden, jeder liebte ihn, meinen Helden. Er bekam Antiobiotika und ein Entwässerungsmittel. Morgen sollten wir ihn dann nochmal vorbeibringen.

Die Medizin half aber nicht, ihm ging es immer schlechter. Er hustete weiter, ich setzte mich neber ihn auf den Boden, streichelte ihn und er kuschelte sich an mich mit letzter Kraft. Zudem Zeitpunkt nutzte ich die Chance, und verabschiedete mich von ihm, er kuschelte sich noch weiter an mich, als würde er meinen, du brauchst nicht weinen. So vergingen Stunden mit ihm ..

22:30 Uhr:

Ich konnte es nicht mehr ertragen, es ging nicht mehr, ich wollte ihn nicht leiden sehen .. Ich musste reagieren und ich reagierte. Ich fuhr mit ihm zur Tierklinik, ins etwa 15-20 km entfernte Walluf. Dort liess ich ihn nochmal untersuchen, mit gleicher Diagnose. 

 Tommy sollte die Nacht dort bleiben, er sollte dort in eine Sauerstoffbox gehen, damit er besser Luft bekam. Am nächsten Tag sollten weitere Tests durchgeführt werden.

 Ich beruhigte ihn, ich streichelte ihn, ich sagte ihm: "ich hole dich wieder Heim mein kleiner, das schwör ich dir" .. ich ahnte nicht, dass ich ihn nun das letzte mal sehen werde, das dies der letzte Augenblick war, das dies der letzte Satz war, den er von mir hörte, das dies das letzte mal war, das ich ihn berührt habe und das er heute zum letzten mal in meinen Armen war.

 

Dienstag, 23.02.2010, 13:15 Uhr

 Ich ahnte nicht, dass Tommy schon längst tot war. Wieso auch ? Ich war sehr optimistisch, doch dies sollte sich schnell ändern. Zu Hause kam ein Anruf, den meine Mutter entgegen nahm, zu dieser Zeit war es genau 11:30 Uhr. Es war die Tierklinik, mit einer schrecklichen Nachricht, hier die original Worte:

 "Es tut mir leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass ihr Hund Tommy um 11:30 Uhr eingeschläfert werden musste, es war nichts mehr zu retten, sein Leiden war zu groß, ich hoffe Sie verstehen das."

Als ich dies hörte, blieb ich eine Minute lang regungslos stehen. Es war wie ein Film, wie alle die dem tot nahe standen sagten, es war wirklich so, ich sah nichts mehr um mich herum, als hätte jemand mir eine Leinwand in die Augen gedrückt, ich sah nur noch die schönsten Momente mit meinem kleinen Helden, sogar schon längst vergessene Sachen, kamen hervor. Doch leider endet auch der schönste Film, und so versank ich in tiefster Trauer ..

 

Jetzt wisst ihr, dass es einen Hund gab, der mich glücklich gemacht hat, der durch nichts ersetzbar war, der immer für mich da war, der mir das gab, was andere mir nicht gaben bzw. geben konnten: Vertrauen, Freundschaft und Liebe. Und dafür danke ich dir, du wirst immer in meinem Herzen bleiben, bis auch mein Vorhang fallen wird. Es war schön dich zu haben. Ihr da, glaubt mir eins, einen besseren Hund hättet ihr nicht kriegen können. Er war wirklich einzigartig.

Ich hielt natürlich mein versprechen ein, ihn wieder Heim zu holen. Ich begrub ihn, legte einen Stein drauf, sprach ein Gebet und verarbschiedete mich nocheinmal in ehren von ihm.

Mein kleiner Held .. ich liebe dich <3

ich werde dich niemals vergessen, und du hast mehr als das Paradies verdient .. viel mehr!

Machs gut kleiner, vllt. werden wir uns iwann wieder sehen.

 

RIP "Tommy" - >kleiner Held< **23.02.2010**

 

19.3.10 15:31
 


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